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Ende Kirchenaustritt


Über den Informationsaustausch zwischen den Ämtern wird das Steueramt automatisch über den Kirchenaustritt informiert. Bei der nächsten Berechnung der Steuern wird das Austritts-Datum entsprechend berücksichtigt. Es kann sein, dass die provisorische Steuerrechnung noch Kirchensteuern über das Austritts-Datum hinweg enthält. Dies wird jedoch spätestens bei der definitiven Steuerrechnung (Veranlagungsverfügung) korrigiert mit Gutschrift von zuviel bezahlten Steuern.

Zur Sicherheit sollte aber kontrolliert werden, dass die Erhebung der Kirchensteuer tatsächlich korrekt beendet ist. Falls wider erwarten fälschlicherweise Kirchensteuern erhoben werden sollten, dann kann dies rückwirkend behoben werden, solange die Steuerrechnung noch nicht definitiv ist. Massgebend ist, dass Sie die entsprechende Austritts-Bestätigung vorlegen können. Bewahren Sie deshalb Ihre Austritts-Bestätigung gut auf. Auch bei einem zukünftigen Wohnortswechsel kann es vorkommen, dass Sie die Austritts-Bestätigung erneut vorweisen müssen.

Anmerkung: Bei Besteuerung durch Quellensteuer (Ausländer ohne Niederlassungsbewiligung) werden Steueramt und Arbeitgeber meistens ebenfalls auf dem Amtsweg informiert. Wenn jedoch eine entsprechende Meldung durch den Austretenden vorgeschrieben ist, dann muss nach Erhalt der Kirchenaustritts-Bestätigung die Konfessions-Änderung gemeldet werden. Das Quellensteueramt des Kantons Zürich schreibt vor: Damit die Arbeitgebenden die Quellenbesteuerung korrekt vornehmen können, hat die quellensteuerpflichtige Person dem Arbeitgebenden beziehungsweise dem kantonalen Steueramt die Änderung der Konfession zu melden.